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November 2006
Es ist schon seltsam wie klein sich viele Menschen machen. Gut, wir neigen sowieso dazu. Doch ein Erlebnis heute morgen verursachte Stirnrunzeln und ein Lachanfall zugleich. Denn so einfach ist man(n) ein Handy…
Heute früh: Zwei Kollegen von mir saßen sich in der Redaktion gegenüber. Dann passierte was man allzu oft im Alltag erlebt: ein Handy klingelte. Und dann kam der legendäre Satz: „Stopp, ich klingele“. „Wie? Du klingelst?“, fragte ich mich schmunzelnd. Natürlich wusste ich, dass der nette Kollege dem anderen nur darauf hinweisen wollte, dass er nicht extra sein Handy rausholen müsse. Nett, aber komisch ist es trotzdem!
Die Deutschen neigen sowieso dazu, sich selbst zu Gegenständen zu machen. Im Alltag gibt es zig Beispiele dafür:
Das Auto von Herr Mayer steht an einer Laterne. Dann die Frage eines Freundes: Wo hast du denn geparkt? Die Antwort: „Ich stehe an der Laterne“. So, so. Man(n) steht an der Laterne. Zum Austreten oder wie?
Oder auch im Krankenhaus wird der Patient und dessen Krankheit schnell zum Gegenstand gemacht. So hört man oft: „Die Leber liegt auf Zimmer 5“. Urkomische Vorstellung bei der Tatsache, dass eine Leber in einem Zimmer so alleine herumliegt – Wahnsinn!
Und auch der Baumarkt ist oft Bühne dieser ungewollten Komik: Ein Kunde möchte gerne eine Beratung haben und trifft jedoch auf den falschen Angestellten. Dieser verweist dann direkt weiter: „Ich bin Werkzeuge, mein Kollege ist Holz“.
Und, und, und. Menschen machen sich eben nun mal gerne zu Gegenständen – nur den Meisten fällt es nicht auf.
In diesem Sinne: Entschuldigung, ich muss weg, ich klingele…
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Geht man auf die Suche nach dem bedeutungsvollstem deutschen Popsänger der letzten Jahre, kommt man unweigerlich nicht um Sasha (mit bürgerlichen Namen: Sascha Schmitz) herum.
Anfangs noch als Schmusesänger verschrieen – mit Balladen wie „We can leave the world“ oder „If you believe“ – machte er zwischenzeitlich auf Rockabilly. Dick Brave war geboren.
Anfang diesen Jahres meldete er sich mit seiner alten Identität wieder zurück. Sein Album „Open Water” und die daraus resultierten Auskopplungen „Slowly“ und „Goodbye“ brachten den gewünschten Erfolg.
Nun wurde die neueste Single „Coming Home“ [hier zum Anhören] veröffentlicht. Einmal gehört, geht der Song durch seine einfache Strukturierung sofort ins Ohr. Die gute Laune-Nummer hat Acapella-Elemente, die dem Song zudem den nötigen Swing geben.
Sasha goes swing – und wir swingen mit… It’s a beautiful day, it’s a beautiful morning…
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Bitte was? – fragen Sie sich jetzt sicherlich. Aber wir sind nicht verrückt und Ihren Augen geht es auch gut. Denn bei der Überschrift handelt es sich nämlich – ganz einfach - um die Sprache unserer Jugendlichen. „Pons“ hat auch in diesem Jahr wieder eine aktualisierte Version ihres „Wörterbuches der Jugendsprache“ herausgebracht.
Ein Blick in das Wörterbuch geworfen, kriegt man schnell heraus, dass es sich bei einer Schleckrosine um ein süßes, sexy Mädchen handelt. Und das Schnitzel ist das passende Gegenstück dazu – nämlich ein attraktiver junger Mann. Ebenso ist Speichelhockey keine neue Sportart, sondern vielmehr das jugendliche Wort für „Zungenküsse“.
Unerlässlich für den Sommer sind Flip-Flops. Übrigens besser als Zehen-Tangas unter Jugendlichen bekannt. Und auch die Katze heißt bei den unter 21Jährigen weder Mauzi noch Mietze, sondern Dachhase.
Was denken Sie dazu? - Sie, liebe Schnitzel und Schleckrosinen, sind jetzt gefragt…
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Stefan Raab, Entertainer und Moderator der Sendung „TVtotal“ geht mit seinem Bundesvision Songcontest in die nächste und damit dritte Runde. Seit 2005 veranstaltet er nun schon den besonderen Wettstreit zwischen den Bundesländern.
Grund für die Veranstaltung sei für Raab der Eurovision Songcontest gewesen. Viele deutsche Teilnehmer haben extra hierfür in englischer Sprache gesungen. Raab wolle ein Contest, der auf die Muttersprache setzt und somit zurück zu den Wurzeln des ehemaligen Grand Prix geht. Die Konzept-Idee und die Förderung von deutschen Bands hat dem Moderator viel Lob aus dem Musikbusiness eingebracht.
Bei den beiden letzten Veranstaltungen des Bundesvision Songcontest gingen die Bands Juli (Hessen) und Seeed (Berlin) als Sieger von der Bühne.
In diesem Jahr sind dabei:
Baden Württemberg: Tele mit „Mario“
Bayern: Anajo (mit Klee-Sängerin Suzie Kerstgens) mit „du nur wüsstest“
Berlin: Mia mit „Zirkus“
Brandenburg: Beatplanet mit „Dreh Dich um und geh“
Bremen: Lea Finn mit „Ich weiß und du weißt“
Hamburg: Jan Delay mit „Feuer“
Hessen: D-Flame mit „Mom Song“
Mecklenburg-Vorpommern: Melotron mit „Das Herz“
Niedersachsen: Oomph! feat. Marta Jandová mit „Träumst Du?“
Nordrhein-Westfalen: Pohlmann mit „Mädchen und Rabauken“
Rheinland-Pfalz: Kalle feat. M.A.R.S. Allstars mit „Aber Nice“
Saarland: B-Stinged Butterfly mit „Liebe“
Sachsen: Manja mit „Es ist die Liebe“
Sachsen-Anhalt: Jenna+Ron mit „Jung und willig“
Schleswig-Holstein: Kim Frank mit „Lara“
Thüringen: Northern Lite feat. Chapeau Claque mit „Enemy“
Ab 15.Januar stellt Raab die einzelnen Bands, die für die Bundesländer an den Start gehen, in seiner Sendung vor. Am 10.Februar findet dann das Finale im Tempodrom in Berlin statt – natürlich auch live ab 20:15 Uhr bei ProSieben.
Feedback: Ist die Förderung deutscher Bands wichtig? Wie finden Sie das Show-Konzept? Soll es mehr deutsche Songs im Radio geben? Diskutieren Sie mit!
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Wer kennt die folgende Situation nicht? Man steht vor dem Spiegel und will gerne wissen, welchem Promi man äußerlich ähnlich ist? Okay, Sie haben wohlmöglich Recht, wenn Sie die Situation nicht kennen. Ich habe mich dies bis heute auch nicht gefragt.
Dennoch bin ich ein risikofreudiger Mensch und wage mich auf die Seite des Grauens! Schließlich kann ja sonst ein schreckliches Ergebnis dabei herauskommen.
Vielleicht sehe ich Shrek oder Gollum ähnlich? 
Gesagt, getan. Ich klicke auf den „Star Estimator“ - die Seite, die mir bald mein anderes Ich zeigen sollte. Mein Portrait auf den Server geladen, anschließend die Augen auf meinem Bild markiert und das Geschlecht ausgewählt – schon rechnet die Seite und vergleicht tausende Stars in der Datenbank.
Kurze Zeit später dann das (überraschende) Ergebnis: Ich sehe Tom Cruise am ähnlichsten. Wahnsinn!
Gut, Sie wissen jetzt zwar nicht wie ich aussehe. Aber dies ist zweitrankig. Mein Tag ist jedenfalls gerettet.
Aber wem sehen Sie ähnlich? Probieren Sie es doch einmal aus.
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Denis Kräupziger 28. November 2006
Mal ehrlich, es gab selten Männern bei denen ich auf Anhieb das Gefühl hatte, ich könnte so sein wie ich wirklich bin. Chaotisch, ein Tollpatsch, betrunken, im Jogging-Anzug oder einfach mal still am Telefon. Aber in Wirklichkeit ist es doch so: Wenn uns Frauen ein Kerl begegnet, den wir auf der Stelle in unsere Höhle schleifen würden, sind wir dann noch so, wie an unseren typischen Single-Sonntagen? Wohl kaum.
Es sind diese Moment, in denen uns ein Kerl anruft, obwohl er gar nicht weiß warum, zumindest sagt uns das sein Verhalten. Denn anstatt uns die Ohren heiß zu reden, wie wir es tun würden, wenn wir irgendwo anrufen, herrscht schnelles Schweigen am anderen Ende der Leitung. Ich verstehe das bis heute nicht ganz, aber wir Frauen glauben sofort diese Lücke füllen zu müssen und fühlen uns verantwortlich. Wir quatschen also die Spezies von Mann zu, um uns nach dem Telefonat zu fragen: Warum hat der Kerl uns eigentlich angerufen? Warum halten wir nicht auch den Mund und lassen ihn im Regen stehen?
Dann sind da noch die auf Pulsfrequenz 160 ausgeführten Putzanfälle, die wir bereits 2 Tage vor unserem Date betreiben, damit der Angebetete auch ja einen guten Eindruck von uns erhält. In dieser Form habe ich das nie von einen meiner männlichen Freunde mitbekommen. Und es ist umso enttäuschender, wenn das Date mal wieder kurz vor Beginn abgesagt wird. Dann doch lieber ne chaotische Wohnung und ein Date, als allein auf der blitze blank geputzten Couch, auf der man sich wie eine alte Ehefrau vorkommt, deren Mann mal wieder auf Geschäftsreise gefahren ist – mit seiner Sekretärin selbstverständlich.
Wir puschen uns auf, kramen unseren Malkasten raus, benutzen das beste Parfüm, rasieren uns die Beine, zupfen gegebenenfalls die Augenbraun, obwohl wir das hassen, legen nach dem Make-up noch Puder auf, weil wir das in einer der vielen Frauenzeitschriften gelesen haben und unseren Teint besonders geschmeidig macht.
Und wofür das alles? Um nach 5 Stunden mit seinem Date rumzuknutschen und das ganze Kunstwerk wieder zu zerstören. Gesetz dem Fall, der Kerl bleibt bei uns, wird er uns früher oder später eh nach dem Aufwachen sehen. Da wäre es doch viel entspannter in seinen Lieblingsklamotten gemütlich bei einem Bier zu sitzen, nicht alle fünf Minuten auf Toilette zu rennen und seinen Anblick zu checken, sondern zu sagen: I am what I am. Nimm mich so wie ich bin. Ob angeheitert oder ein wenig chaotisch beides ist doch im Grunde genommen ganz süß ist, oder?
Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage - und ich bin dafür! Für weniger Silhouette, mehr Weiblichkeit und Stolz, darauf dass wir nicht perfekt sind. Und da draußen wird es sicherlich einen Herzensbrecher geben, der das ganz genauso sieht.
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Annette Weber 27. November 2006
Die spinnen, die Amis: Zuerst mit vollem Idealismus für den Krieg. Dann eine monatelange Suchaktion nach dem Mann, der angeblich mit Massenvernichtungswaffen die Welt an den Rand des Abgrunds hätte treiben können.
Und nun? Jetzt wird die Situation im Golfstaat immer brenzliger. Tausende Menschen sind bereits gestorben. Und weitere Anschläge innerhalb des Iraks werden folgen. Die Lage spitzt sich mehr und mehr zu und die Amerikaner müssen einsehen, dass der Irak zum zweiten Vietnam zu werden droht.
Wie kommen die Iraker auch darauf, sich einen solchen Überfall nicht gefallen zu lassen?
Diese Frage führt in den US-Medien zu immer verrückteren Lösungsvorschläge. Einer jedoch treibt es dabei auf die Spitze: Jonathan Chait, hauptberuflich Redakteur des „New Republic“ (ein Blatt, das den Irakkrieg anfangs völlig unterstützte).
Dieser fordert nun Saddam Hussein in sein Amt zurückzulassen! Er, der gegen Hussein gehetzt hatte, stellt nun fest, dass der Ex-Herrscher mit seiner Tyrannei vielleicht doch besser sei, als das totale Chaos. Durch Saddam bekomme die Bevölkerung einen „großen psychologischen Schock“ und würde sich selbst zivilisiert verhalten, sagte er in seiner Kolumne in der „Los Angeles Times“.
Nun soll also ein zum Tode Verurteilter einen Staat regieren?
Wo man ihm doch seine grausame, menschenverachtende Regierungszeit als Hinrichtungsgrund angehangen hat.
Aber für Amerika war Logik ja schon bekanntlich des Öfteren ein Buch mit sieben Siegeln…
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Jan-David Wasem 27. November 2006
Wo es vor einiger Zeit noch galt, auf keinen Fall zu viel Persönliches im Internet preiszugeben, findet man es heutzutage doch viel zu oft. Die Welt zu Gast bei Freunden könnte das Motto des neuesten Trends im Internet sein: Videos werden hier von privaten Nutzern ins Internet gestellt.
Das Portal YouTube.com macht es vor. Zahlreiche User drehen verrückte Videos (singen, tanzen, …) oder geben ihr Leben preis (oder tun jedenfalls so, als wäre es ihr Privatleben) – und die ganze Internetwelt schaut gebannt zu. Die Konzept-Idee ist genial. Und so werden täglich 65.000 neue Videos und 100 Millionen Clips pro Tag angesehen (Stand: Oktober 2006). Auch beim Konkurrenten MyVideo.com ist es nicht anders.
Doch die Generation Voyeur geht weiter. Sogar das private Sexleben wird dem Internetnutzer nicht mehr vorenthalten. Auf YouPorn.com kann man ähnlich dem großen Vorbild seine Videos online stellen bzw. sich als Interessierter gleichzeitig Appetit von anderen holen. Und letzteres wird auch kräftig getan.
Nachdem ein großes deutsches Boulevard-Blatt von dieser Seite berichtet hat, stiegen die Nutzerzahlen rapide an. Man will derzeit weitere Server kaufen, um den Ansturm der Nutzer zu bewältigen. In letzter Zeit gab es drei Server-Ausfälle.
Der Trend geht weiter, weiter und weiter. Komische neue Internetwelt.
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Denis Kräupziger 27. November 2006
Sachen gepackt und schnell nach England gedüst, um die besten Einkäufe in der Metropole London zu tätigen oder einfach die schönsten Musicals zu genießen. Doch gerade als deutscher Urlauber hat man bei der Reise zwei Probleme: Auf der einen Seite das britische Essen, das mit zu viel Essig nicht jedermanns Geschmack ist, sowie auf der anderen Seite, das meist schwerwiegendste Problem, der Linksverkehr.
Doch wieso fahren die Briten links und wir auf der - für die Einwohner Großbritanniens - „falschen Seite“? Einige glauben an keinen plausiblen Grund für den Linksverkehr in Großbritannien. „Die Engländer wollten eben eine Extrawurst sein und führten deshalb den linksführenden Verkehr ein.“, so ein User eines Internetforums. Doch auch wenn man den „Inselaffen“ viel zu traut, die Lösung ist eine andere.
Wieso fährt man denn nun auf Englands Straßen links herum?
Der Grund dafür liegt in der Ritterzeit. Im Mittelalter war der Transportweg noch das Pferd. Da die meisten Menschen Rechtshändler waren, hielten sie mit der linken Hand die Zügel und konnten mit der Rechten das Schwert greifen, um bei eventuellen Angriffen schnell reagieren zu können. Im Jahr 1835 wurde die Verkehrsführung gesetzlich durch das so genannte „Highway Act“ geregelt. Ab diesem Zeitpunkt drückte man auch den britischen Kolonien den Linksverkehr auf.
Insgesamt besitzen weltweit 58 Länder diese Fahrtrichtung. In allen anderen Ländern fährt man auf der rechten Seite…
… aber worauf ist der Rechtsverkehr zurückzuführen?
Der Ursprung bei dieser Fahrtrichtung liegt aller Voraussicht nach in der Binnenfahrt. Bei der Schifffahrt paddelte man schon immer rechts. Und da die Ruder der entgegenkommenden Schiffe sich nicht verhaken sollten, setzte man auf den Rechtsverkehr. Man stellte fest, dass dieser Verkehr gut funktionierte und übertrug diese Idee auch auf den Landweg. In der Zeit von Napoleon wurde dann der rechtsführenden Verkehr gesetzlich vorgeschrieben. Auch hier hatte es einen kampfwütigen Hintergrund. Durch diese einheitliche Regelung der Verkehrsordnung sollte im Falle eines Krieges ein Chaos auf den Straßen verhindert werden.
Nun sind wir wieder alle etwas schlauer…
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Denis Kräupziger 27. November 2006