Durchgeknallt: Zum Tode verurteilter Saddam soll zurück auf den Thron
Die spinnen, die Amis: Zuerst mit vollem Idealismus für den Krieg. Dann eine monatelange Suchaktion nach dem Mann, der angeblich mit Massenvernichtungswaffen die Welt an den Rand des Abgrunds hätte treiben können.
Und nun? Jetzt wird die Situation im Golfstaat immer brenzliger. Tausende Menschen sind bereits gestorben. Und weitere Anschläge innerhalb des Iraks werden folgen. Die Lage spitzt sich mehr und mehr zu und die Amerikaner müssen einsehen, dass der Irak zum zweiten Vietnam zu werden droht.
Wie kommen die Iraker auch darauf, sich einen solchen Überfall nicht gefallen zu lassen?
Diese Frage führt in den US-Medien zu immer verrückteren Lösungsvorschläge. Einer jedoch treibt es dabei auf die Spitze: Jonathan Chait, hauptberuflich Redakteur des „New Republic“ (ein Blatt, das den Irakkrieg anfangs völlig unterstützte).
Dieser fordert nun Saddam Hussein in sein Amt zurückzulassen! Er, der gegen Hussein gehetzt hatte, stellt nun fest, dass der Ex-Herrscher mit seiner Tyrannei vielleicht doch besser sei, als das totale Chaos. Durch Saddam bekomme die Bevölkerung einen „großen psychologischen Schock“ und würde sich selbst zivilisiert verhalten, sagte er in seiner Kolumne in der „Los Angeles Times“.
Nun soll also ein zum Tode Verurteilter einen Staat regieren?
Wo man ihm doch seine grausame, menschenverachtende Regierungszeit als Hinrichtungsgrund angehangen hat.
Aber für Amerika war Logik ja schon bekanntlich des Öfteren ein Buch mit sieben Siegeln…
Ein Artikel von Jan-David Wasem
27. November 2006
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Buntes
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