Archiv für 29. November 2006
Es ist schon seltsam wie klein sich viele Menschen machen. Gut, wir neigen sowieso dazu. Doch ein Erlebnis heute morgen verursachte Stirnrunzeln und ein Lachanfall zugleich. Denn so einfach ist man(n) ein Handy…
Heute früh: Zwei Kollegen von mir saßen sich in der Redaktion gegenüber. Dann passierte was man allzu oft im Alltag erlebt: ein Handy klingelte. Und dann kam der legendäre Satz: „Stopp, ich klingele“. „Wie? Du klingelst?“, fragte ich mich schmunzelnd. Natürlich wusste ich, dass der nette Kollege dem anderen nur darauf hinweisen wollte, dass er nicht extra sein Handy rausholen müsse. Nett, aber komisch ist es trotzdem!
Die Deutschen neigen sowieso dazu, sich selbst zu Gegenständen zu machen. Im Alltag gibt es zig Beispiele dafür:
Das Auto von Herr Mayer steht an einer Laterne. Dann die Frage eines Freundes: Wo hast du denn geparkt? Die Antwort: „Ich stehe an der Laterne“. So, so. Man(n) steht an der Laterne. Zum Austreten oder wie?
Oder auch im Krankenhaus wird der Patient und dessen Krankheit schnell zum Gegenstand gemacht. So hört man oft: „Die Leber liegt auf Zimmer 5“. Urkomische Vorstellung bei der Tatsache, dass eine Leber in einem Zimmer so alleine herumliegt – Wahnsinn!
Und auch der Baumarkt ist oft Bühne dieser ungewollten Komik: Ein Kunde möchte gerne eine Beratung haben und trifft jedoch auf den falschen Angestellten. Dieser verweist dann direkt weiter: „Ich bin Werkzeuge, mein Kollege ist Holz“.
Und, und, und. Menschen machen sich eben nun mal gerne zu Gegenständen – nur den Meisten fällt es nicht auf.
In diesem Sinne: Entschuldigung, ich muss weg, ich klingele…
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Geht man auf die Suche nach dem bedeutungsvollstem deutschen Popsänger der letzten Jahre, kommt man unweigerlich nicht um Sasha (mit bürgerlichen Namen: Sascha Schmitz) herum.
Anfangs noch als Schmusesänger verschrieen – mit Balladen wie „We can leave the world“ oder „If you believe“ – machte er zwischenzeitlich auf Rockabilly. Dick Brave war geboren.
Anfang diesen Jahres meldete er sich mit seiner alten Identität wieder zurück. Sein Album „Open Water” und die daraus resultierten Auskopplungen „Slowly“ und „Goodbye“ brachten den gewünschten Erfolg.
Nun wurde die neueste Single „Coming Home“ [hier zum Anhören] veröffentlicht. Einmal gehört, geht der Song durch seine einfache Strukturierung sofort ins Ohr. Die gute Laune-Nummer hat Acapella-Elemente, die dem Song zudem den nötigen Swing geben.
Sasha goes swing – und wir swingen mit… It’s a beautiful day, it’s a beautiful morning…
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Bitte was? – fragen Sie sich jetzt sicherlich. Aber wir sind nicht verrückt und Ihren Augen geht es auch gut. Denn bei der Überschrift handelt es sich nämlich – ganz einfach - um die Sprache unserer Jugendlichen. „Pons“ hat auch in diesem Jahr wieder eine aktualisierte Version ihres „Wörterbuches der Jugendsprache“ herausgebracht.
Ein Blick in das Wörterbuch geworfen, kriegt man schnell heraus, dass es sich bei einer Schleckrosine um ein süßes, sexy Mädchen handelt. Und das Schnitzel ist das passende Gegenstück dazu – nämlich ein attraktiver junger Mann. Ebenso ist Speichelhockey keine neue Sportart, sondern vielmehr das jugendliche Wort für „Zungenküsse“.
Unerlässlich für den Sommer sind Flip-Flops. Übrigens besser als Zehen-Tangas unter Jugendlichen bekannt. Und auch die Katze heißt bei den unter 21Jährigen weder Mauzi noch Mietze, sondern Dachhase.
Was denken Sie dazu? - Sie, liebe Schnitzel und Schleckrosinen, sind jetzt gefragt…
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Stefan Raab, Entertainer und Moderator der Sendung „TVtotal“ geht mit seinem Bundesvision Songcontest in die nächste und damit dritte Runde. Seit 2005 veranstaltet er nun schon den besonderen Wettstreit zwischen den Bundesländern.
Grund für die Veranstaltung sei für Raab der Eurovision Songcontest gewesen. Viele deutsche Teilnehmer haben extra hierfür in englischer Sprache gesungen. Raab wolle ein Contest, der auf die Muttersprache setzt und somit zurück zu den Wurzeln des ehemaligen Grand Prix geht. Die Konzept-Idee und die Förderung von deutschen Bands hat dem Moderator viel Lob aus dem Musikbusiness eingebracht.
Bei den beiden letzten Veranstaltungen des Bundesvision Songcontest gingen die Bands Juli (Hessen) und Seeed (Berlin) als Sieger von der Bühne.
In diesem Jahr sind dabei:
Baden Württemberg: Tele mit „Mario“
Bayern: Anajo (mit Klee-Sängerin Suzie Kerstgens) mit „du nur wüsstest“
Berlin: Mia mit „Zirkus“
Brandenburg: Beatplanet mit „Dreh Dich um und geh“
Bremen: Lea Finn mit „Ich weiß und du weißt“
Hamburg: Jan Delay mit „Feuer“
Hessen: D-Flame mit „Mom Song“
Mecklenburg-Vorpommern: Melotron mit „Das Herz“
Niedersachsen: Oomph! feat. Marta Jandová mit „Träumst Du?“
Nordrhein-Westfalen: Pohlmann mit „Mädchen und Rabauken“
Rheinland-Pfalz: Kalle feat. M.A.R.S. Allstars mit „Aber Nice“
Saarland: B-Stinged Butterfly mit „Liebe“
Sachsen: Manja mit „Es ist die Liebe“
Sachsen-Anhalt: Jenna+Ron mit „Jung und willig“
Schleswig-Holstein: Kim Frank mit „Lara“
Thüringen: Northern Lite feat. Chapeau Claque mit „Enemy“
Ab 15.Januar stellt Raab die einzelnen Bands, die für die Bundesländer an den Start gehen, in seiner Sendung vor. Am 10.Februar findet dann das Finale im Tempodrom in Berlin statt – natürlich auch live ab 20:15 Uhr bei ProSieben.
Feedback: Ist die Förderung deutscher Bands wichtig? Wie finden Sie das Show-Konzept? Soll es mehr deutsche Songs im Radio geben? Diskutieren Sie mit!
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Denis Kräupziger 29. November 2006