Archiv für 16. Januar 2007

Aus Skorpion wird Waage: Die Verschiebung der Sternzeichen

Es ist morgens. Nach dem Griff zum Kaffe folgt meistens die Tageszeitung. Speziell Frau schlägt dann schnell das Horoskop auf, um zu schauen, wie der aktuelle Tag im Beruf, in der Liebe und in der Gesundheit sein wird.

Frau schaut in die Spalte Skorpion. Doch falsch. Jedenfalls wenn es nach einer Internetseite geht, die sich auf heutige Erkenntnisse in der Astronomie beruft. Menschen, die zum Beispiel ursprünglich Skorpion sind, sind demzufolge vorausichtlich eher dem Sternzeichen Waage zu zuordnen…

Foto: Ausschnit von Sternzeichen-Test.deAber wagen wir doch einmal ein Blick in die Vergangenheit: Vor 6000 Jahren haben Sumerer die heute bekannten Sternzeichen entwickelt. Von der Präzession der Erdachse wussten sie allerdings nichts.

Die Erde bewegt sich nämlich nicht gleichmäßig, sondern wie ein Kreisel um sich selbst. Durch diesen Effekt haben sich die Daten von Skorpion, Waage, Jungfrau, etc. zum Teil drastisch geändert, heißt es weiter. Außerdem soll ein dreizehntes Sternzeichen hinzu gekommen sein: der Schlangenträger.

Einfach auf die Seite Sternzeichen-Test.de gehen und Name, Email sowie Geburtsdaten eingeben. Anschließend erhält man kostenlos sein wahres (?) Sternzeichen mit passendem Horoskop des aktuellen Monats.

Ein Artikel von Denis Kräupziger

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Kolumne: Ungleiche Beziehungen - Das Rätsel der Partnerwahl

Es ist Samstagvormittag und Sie machen wie fast jedes Wochenende einen Bummel durch die Stadt. Vor Ihnen läuft wieder einmal ein glückliches Pärchen. Sie mustern beide aus und der erste Gedanke, der auf kommt, ist: Wie kommt so ein hässlicher Kerl an so eine attraktive Frau? - oder andersherum.

Die Partnerwahl ist ein Buch mit sieben Siegeln. Die folgenden Thesen sollen Ihnen näher bringen, warum man bestimmte Partner auswählt…

1. Zwischen Mann und Frau kann es nur dann bei einer platonischen Freundschaft bleiben, wenn von mindestens einer Seite eine optische Antipathie besteht.

Grundlage hierfür ist natürlich, dass sich beide sympathisch und voneinander angezogen fühlen. Tief im Innern ist der Mensch auf der Suche nach einem Fortpflanzungspartner. Die Optik ist dafür ein wichtiges Kriterium, auch wenn viele sagen, es kommt Ihnen auf den Charakter an. Sind die opitischen Vorstellen erfüllt, steht einer Beziehung nichts mehr im Wege, denn beide wollen kein Single mehr sein. Lehnt aber einer den anderen ab, kommt es nicht zu einem gemeinsamen Mittelweg und alles bleibt rein platonisch, trotz des besten Charakters der Welt.

2. Menschen teilen sich und ihre Mitmenschen in bestimmte Attraktivitäts-Ebenen ein.Pärchen

Tagtäglich nimmt man seine Umwelt wahr und beurteilt diese. Im Vergleich mit sich selbst, stellt man dabei fest, dass es sowohl attraktivere als auch weniger attraktive Menschen gibt. Dabei kommt es darauf an, in welcher Ebene man sich selbst einordnet. Man wird vorrangig nur in der Eigenen - oder oberhalb von ihr - nach dem Partner des Lebens suchen. Erfolg ist natürlich nicht immer sofort garantiert.

3. Hat man auf seiner eigenen Attraktivitäts-Ebene keine Chance / keinen Erfolg, so nimmt man den nächst besseren Partner.

Dieses Verhalten lässt sich in der Evolution begründen. Getreu dem Motto: Schlechte Fortpflanzung ist immer noch besser als gar keine! Wenn man auf seiner Attraktivitäts-Ebene keinen Erfolg für sich verbuchen kann, sinkt das Selbstwertgefühl. Zweifel kommen auf und man schraubt die Ansprüche herab. Sie geben sich mit Weniger zufrieden, um sich keine Gedanken machen zu müssen. Das steigert wiederum das Selbstwertgefühl immens.

4. Zeigt ein attraktives Gegenüber auf einmal Interesse an einem, so steht man dem im Allgemeinen doch eher skeptisch gegenüber.

“Übermut tut selten gut”, so heißt ein bekanntes Sprichwort. Bei Beziehungen trifft dies ebenfalls zu. Im Laufe der Zeit sammelt jeder mit dem anderen Geschlecht seine Erfahrungen. Dementsprechend kann man seinen „Marktwert“ einschätzen. Personen, deren Attraktivität man höher einschätzt, werden mit Vorsicht behandelt. Ihre Erwartungen sind meist auch viel zu hoch. Zeigt der Traumtyp aber nun Interesse, wird man skeptisch. Oft denkt man nur: „Warum sollte man gerade an mir interessiert sein? Schließlich gibt es viel Attraktivere als mich.“
Dies dient einzig und allein dem Selbstschutz. Schutz vor dem Ausnutzen und dem tiefen und bewussten Fallen in die Unattraktivität.

Wenn Sie also das nächste Mal shoppen gehen und wieder auf diese vermeintlich glücklichen Pärchen treffen, können Sie beruhigt sein und müssen nicht in Depressionen fallen. Auch für Sie ist bestimmt dieses Jahr noch jemand vorgesehen, egal aus welcher Ebene.

Ein Artikel von Tanja Noack

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