“10 Fragen” an TV Total-Gitarrist Hanno Busch
Er zupft gerne die Saiten der Gitarren und ist seit Januar dieses Jahres das neue Mitglied der heavytones,der Showband von TV Total. Die Rede ist von Gitarrist Hanno Busch (31) aus Wuppertal, der die Nachfolge von Philip Niessen antrat.
In unserer neuen Reihe “10 Fragen” sprechen wir mit ihm über seine Vergangenheit, seine beruflichen Ziele und über den Bundesvision Songcontest.
#1# Wie kam es dazu, dass Sie Gitarre gelernt haben? 
Hanno Busch: Ich habe zu Hause mit der Familie viel musiziert, dann den richtigen Lehrer an der Musikschule Remscheid erwischt (Thomas Brill) und Spaß an der E-Gitarre, am Jazz und an der Popmusik bekommen. Nach dem Abitur habe ich Jazzgitarre in Hilversum und Amsterdam studiert (Hochschule der Künste Amsterdam).
#2# Sie sind Neuzugang bei den “heavytones”. Wieso haben Sie sich für diesen Schritt, Nachfolger von Philip zu werden, entschieden?
Hanno Busch: Na, ja, die Entscheidung kann man ja nicht einfach so treffen, es gab ein Vorspiel, bei dem sich mehrere Kollegen vorgestellt haben, d.h. die Entscheidung lag bei den heavytones. Ich habe das Angebot sehr gerne angenommen, weil mich die Arbeit aus folgenden Gründen interessiert: super Band, nette Kollegen, täglich neue Herausforderung, musikalische Vielfalt, hoher “handwerklicher” Anspruch, gutes, erfolgreiches Gesamtprodukt.
#3# Wie kam es überhaupt zur Zusammenarbeit zwischen Ihnen und den heavytones?
Hanno Busch: Ich kannte vorher schon ein paar Musiker aus der Band und habe dann im Laufe des letzten Jahres schon ein paar Shows gespielt, wenn Philip nicht konnte.
Das hat immer sehr viel Spaß gemacht und gut funktioniert, sodass, als fest stand, dass Philip aufhört, die Band mich zur Audition eingeladen hat.
#4# Sehen Sie Ihren Job bei TV Total als Meilenstein?
Hanno Busch: Meilenstein erscheint mir ein wenig übertrieben. Das Interessante an meinem Beruf sind die vielen unterschiedlichen Situationen (Bands, verschiedene Stilistiken, Konzert / Studio etc.), in denen man Musik machen kann. TV Total ist eine schöne Möglichkeit, als Musiker zu arbeiten und natürlich aufgrund der großen Öffentlichkeit und der hervorragenden Mitmusikanten auch eine tolle Referenz.
#5# Was wollen Sie denn beruflich noch erreichen?
Hanno Busch: So genau kann man das nicht sagen. Ich hoffe, dass es so weiter läuft wie bisher. Man weiß nie so genau, was nächstes Jahr passiert, aber dann bieten sich einem doch immer wieder neue schöne Projekte an. Ein Ziel ist sicher, langfristig auch mal etwas unter eigenem Namen zu veröffentlichen, wenn auch in kleinerem Rahmen.
#6# Wagen wir einen Blick zurück. Sie haben mit Künstlern wie Sasha und No Angels performt. Waren aber auch mit Angelo Kelly und Peter Kraus auf Tournee. Sie sind ziemlich vielseitig.
Hanno Busch: Wenn man mit und von der Musik leben will und nicht gerade selber Popstar ist, sich also als Sideman in der Szene tummelt, muss man vielseitig sein. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich mit unterschiedlichsten Stilistiken wohl fühlen kann, solange das Umfeld stimmt: netter Frontmann/ nette Frontfrau, der/ die gut singt, nette und gute Band, nettes Management, nette Crew, sodass unterm Strich ein gesundes Klima zum Musizieren herrscht. Dann machen auch die unterschiedlichsten Arten von Musik von Sasha über Peter Kraus bis hin zu Angelo Kelly großen Spaß, unabhängig davon, ob die Musik, die man da macht, auch im eigenen Plattenschrank zu finden ist.
#7# Mit welchen Stars würden Sie denn gerne einmal in der Sendung live performen?
Hanno Busch: Schwer zu sagen. Oft ist es ja so, dass man vorher gar nicht weiß, was einen erwartet. Das heißt: man kann zum Beispiel ein großes Idol treffen und total enttäuscht sein, oder umgekehrt: man begleitet jemanden, den man vorher gar nicht so wahrgenommen hat und der entpuppt sich als Spitzensänger. Mich hat beispielsweise in meiner Zeit bei “Anke Late Night”, wo wir ja ähnlich gearbeitet haben wie bei TV Total, Ronan Keating sehr überrascht. Das war großartig, mit ihm zu musizieren. Wenn ich mir jemanden wünschen dürfte, dann würde ich mich für James Taylor oder John Mayer entscheiden.
#8# Am Freitag fand der “Bundesvision Songcontest” zum dritten Mal statt. Wie finden Sie diesen Contest und dessen Umsetzung?
Hanno Busch: Ich finde die Idee eines solchen Festivals/ Contests sehr gut. Da der “offizielle” Grand Prix ja immer wieder mit seinem Image zu kämpfen hat, ist es doch eine feine Sache, ganz neu anzufangen und mit einem frischen Konzept eine alte Idee umzusetzen. 2005 habe ich das nicht so mitbekommen, 2006 und 2007 finde ich die Auswahl der Bands sehr gelungen und auch repräsentativ für das, was junge Bands in Deutschland so machen. Zur Umsetzung kann ich mir wohl kein Urteil erlauben. Ich bin Musiker, kein TV Produzent. Ich schau’s mir eben gerne an.
#9# Würden Sie gerne mal ein Lied mit Stefan Raab aufnehmen? Seien Sie mal kreativ: Wovon könnte es handeln und welche Musikrichtung könnte es sein?
Hanno Busch: Stefan Raab ist glaube ich selber kreativ genug, um immer wieder neue Songs in den unterschiedlichsten Stilistiken zu schreiben und aufzunehmen. Vielleicht ergibt es sich ja irgendwann mal, dass ich auf einer seiner Produktionen Gitarre spiele.
#10# Die ganze Welt spricht von Tokio Hotel. Was halten Sie von den vier Jungs aus Magdeburg?
Hanno Busch: Ich spüre keine Abneigung und ich falle nicht in Ohnmacht.
Vielen Dank für das Interview.
Haben Sie Wünsche für weitere Menschen, die unsere 10 Fragen beantworten sollen? Dann schreiben Sie diese sowie Ihre Meinung zum Interview mit Hanno Busch in die Kommentare…
Ein Artikel von Denis Kräupziger
12. Februar 2007
1 Kommentar Kommentar hinzufügen
1. Peter | 2. März 2007 um 21:54
10 Fragen an Markus Wienstroer bitte…..
Das wäre nett
zZ mit nighthawks tätig
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