Bei Sucht kommt Punktverlust: China im Kampf gegen süchtige Teenager
Online-Rollenspiele wie World of Warcraft (”WoW”) erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Die Kehrseite: Die Spielesucht unter Jugendlichen nimmt immer mehr zu. China will nun dagegen vorgehen.
Nicht nur - aber vor allem in China ist das Problem der Internet-Sucht sehr stark verbreitet. Zahlreiche Jugendliche sitzen viele Stunden am Tag vor dem Rechner.
Ein großer Grund dafür sind so genannte Internet-Rollenspiele wie “World of Warcraf” oder “Final Fantay”.
Diese Games stellen Spieler vor immer neue Herausforderungen. Wer nicht regelmäßig spielt, bleibt hinter anderen Spielern zurück, kommt nicht an neue Waffen und kann seinem Helden keine neuen Fähigkeiten beibringen. Und das wollen die Wenigsten. Die Folge: Familie, Schule oder Freunde werden vernachlässigt.
Die chinesische Regierung zieht darum nun die Notbremse: Acht Ministerien arbeiten zusammen gegen das Problem der Internetsucht. Erste Maßnahme: Ein “Strafsystem” für junge Vielspieler. Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Minderjährigen droht demzufolge bei übermäßiger Zockerei der Verlust erspielter Punkte. Spielt ein Jugendlicher mehr als dreieinhalb Stunden am Tag wird die Hälfte seiner Punkte gelöscht. Spielt er weiter und überschreitet somit fünf Stunden täglich, gehen sogar alle seiner Punkte des Game-Kontos verloren.
Und das Gesetzt kommt schnell. Ab dem 15.Juli muss jeder Online-Game-Anbieter eine entsprechende Änderung im System integriert haben.
Ist dieser Regierungsentschluss richtig? Sollte auch Deutschland ein solches Gesetz beschließen oder ist es sogar ein Eingriff in die Privatsphäre? Diskutieren Sie mit - natürlich wie immer kostenlos und ohne Anmeldung.
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Ein Artikel von Jan-David Wasem
11. April 2007
Archiviert in:
Buntes
1 Kommentar Kommentar hinzufügen
1. Mask of the Betrayer | 12. April 2007 um 21:30
Spielesucht in den östlichen Ländern war schon immer ein Problem. Gerade in Südkorea haben sie damit zu kämpfen. Erst hat sie die neue Technik wirtschaftlich nach oben gebrahct und nun gehen der Nachwuchs dank Online Games wieder ein.
Angefangen hat dort alles mit Starcraft. Ich habe mal Statistiken gelesen, dass jeder 3. Südkoreaner das Spiel besitzt. Im Bereich eSports waren sie ja auch absoluter Vorreiter.
Man darf gespannt sein wie sich das mit WoW noch entwickeln wird. Evtl. auch Verbote in mehreren Ländern? man wird sehen.
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