Beiträge des Bereiches 'Specials'

Online Roman “Letzte Worte”: Das erste Kapitel

Deutschland liest gerne. Vor allem Jugendliche greifen wieder mehr zum Buch. Das zeigen diverse aktuelle Studien. theCliX.com schließt sich dem Trend an und bringt - passend zum Start der Leipziger Buchmesse - den ersten Roman online.

“Letzte Worte” - so der Name des Online Romans von Marc Wulfers - erzählt die spannende Geschichte um Jack Dawson. Tauchen Sie ein, in eine Welt von Geheimnissen, Verbrechen, emotionalen und grausamen Momenten. Jede Woche gibt es ein neues Kapitel.

Logo: Letzte Worte

1. Kapitel: JACK

Mein Name ist Jack. Jack Dawson. Aber mein Name spielt keine Rolle. Namen haben für mich keine Bedeutung mehr. Spielfiguren haben schließlich auch keine Namen. Denn das ist es, was ich geworden bin: eine Spielfigur, die sich nach den Würfeln richtet, die derjenige wirft, der mit einem spielt. Aber ich werde nicht über Los gehen und keine 200 Dollar einziehen, im Gegenteil. Ich habe verloren und bin pleite. Dies sind die letzten Worte, die ich je schreiben werde.

Alles begann vor einer Woche. Bis zu jenem Tag hatte ich ein normales Leben geführt, war nie polizeilich aufgefallen, war ein ordentlicher, rechtschaffener, sauberer und arbeitender Mann Mitte zwanzig gewesen, der in der Blüte seines Lebens stand. Wie sehr man in einer Woche doch altern kann! Ich arbeitete bei einer großen Versicherungsgesellschaft und hatte damit gerechnet, nach ein paar Jahren so viel Geld gespart zu haben, dass ich mir ein hübsches kleines Haus an der Ostküste leisten konnte - und später eine Frau, vielleicht zwei Kinder, einen Geländewagen, zweimal Urlaub im Jahr. Aber diese Dinge sind jetzt sehr weit weg. Meine Ziele sind bescheidener geworden. Oder auch höher, es kommt darauf an, wie man es betrachtet. Im Moment jedenfalls bin ich schon froh, wenn ich es irgendwie schaffe den nächsten Sonnenaufgang mitzuerleben. Sie werden mir sicher zustimmen, wenn ich Ihnen sage, dass ein Sonnenaufgang etwas Wunderschönes ist. Der Tag füllt sich mit Licht, das in alle Ritzen dringt und das Dunkel der Nacht, in denen unsere Geheimnisse uns zu schaffen machen, einfach wegwischt, und damit auch unsere dunklen Gedanken. Ein Sonnenaufgang hat viel Romantik an sich. Aber in meinem Fall ist es ein wenig anders. Wenn ich die Sonne aufgehen sehe, ist es, als habe ich das Versprechen bekommen, noch einen weiteren Tag leben zu dürfen. Und ich bete jede Nacht darum, noch einen weiteren Tag geschenkt zu bekommen. Doch jede Nacht schwindet die Hoffnung mehr und mehr. Letzte Nacht konnte ich spüren, dass meine Verfolger schon sehr nahe waren. Sie ziehen einen Kreis um mich, der jeden Tag enger wird.

Seit drei Tagen bin ich nun schon auf der Flucht vor ihnen, verstecke mich in verlassenen Häusern, esse Früchte aus dem Wald, wasche mich an Bächen. Und seit drei Nächten habe ich kein Auge zugetan. Die letzte Nacht verbrachte ich im Keller eines verlassenen Bauernhauses. Manchmal döste ich in der völligen Dunkelheit ein. Dann schrak ich jedes Mal auf, weil ich dachte, über mir Schritte auf den Holzdielen gehört zu haben. Es ist schwer, einen Schrei zu unterdrücken, wenn man von vollkommener Angst beherrscht wird. Meine Hand fährt mittlerweile automatisch zu meinem Mund, wenn ich schreien will.

Ich spüre, wie meine Kräfte schwinden. Lange werde ich das nicht mehr durchhalten können, das weiß ich. Und dann, wenn sie mich schließlich gefunden haben, werde ich eine leichte Beute sein. Der Wahnsinn kriecht in meine Eingeweide, ich kann ihn fühlen, wie er sich ausbreitet, als wäre er ein Krebsgeschwür. Während ich dies schreibe, driften meine Gedanken immer wieder ab. Ich kann mich kaum konzentrieren, was wohl auch daran liegt, dass es bald dunkel sein wird. Die Nacht wird bald wieder über mir sein. Wenn ich aus dem dreckigen Fenster blicke, sehe ich, wie die Bäume unheimliche Schatten werfen. Mir ist, als lauere in jedem dieser Schatten eine schreckliche Kreatur, die mich beobachtet. Ich kann mich kaum erinnern, wie ich in diesen Wald geraten bin. Ich muss die Fensterläden schließen, denn ich ertrage es nicht, zu sehen, wie die Dunkelheit in alle Ritzen kriecht. Vielleicht finde ich hier auch irgendwo eine Kerze…

Tatsächlich, ich habe eine Kerze gefunden, aber sie wird bald heruntergebrannt sein. Das heißt, dass ich mich beeilen muss. Ich werde mich bemühen, ordentlich zu schreiben, auch wenn meine Hände zittern und meine Augen zufallen wollen. Ich habe nicht die Hoffnung, dass dies jemals gefunden wird. Aber falls doch… Vielleicht ist es anderen eine Warnung.

Ein Gewitter ist aufgezogen. Der Regen trommelt auf das löchrige Dach. Ich werde in den Keller gehen müssen, damit meine Schrift nicht von den Regentropfen verwischt wird. Der Keller wird mich nicht vor ihnen schützen, aber ich fühle mich dennoch ein klein wenig sicherer dort. Wenigstens kann man die Luke von innen verriegeln.

Meine Eingeweide verkrampfen sich, mir ist übel und die Erschöpfung will mich in ihre Arme schließen. Aber ich darf nicht zulassen, dass sie mich schlafend finden. Ich weiß, dass sie heute Nacht kommen werden; ich spüre es. Das Gewitter erscheint mir wie ein Omen.

Ich habe in der Kellerwand einen lockeren Ziegel entdeckt, hinter dem ich diese Seiten verstecken werde. Gebe Gott, dass ich fertig mit Schreiben bin, bevor sie mich gefunden haben.

Ich muss mich beeilen, der Kreis, den sie ziehen, wird immer enger. Gleich der Schlinge des Galgens, die sich um den Hals des Opfers schließt. Mein Henker wird jedoch nicht barmherzig sein. Ich werde lange zappeln müssen, bevor ich Erlösung finde…

Wie es weitergeht, erfahren Sie im 2. Kapitel unseres Online Romans “Letzte Worte”. Kapitel 2 erscheint am 29.März!

Nehmen Sie aktiv teil: Wie finden Sie den ersten Teil? Wie könnte er weitergehen? Was würden Sie sich wünschen? Alles können Sie in unsere Kommentare schreiben.

Ein Artikel von Marc Wulfers

1 Kommentar 22. März 2007

Kolumne: Ich meld mich morgen!

In den ersten Wochen einer heranwachsenden Beziehung zwischen zwei frisch verknallten Menschen entscheidet sich einiges in nur wenigen Sekunden. Man spaziert täglich wie auf Drogen durch die Weltgeschichte und bekommt entweder überhaupt gar nichts mehr von seinem Umfeld mit oder reagiert sehr sensibel auf Veränderungen.

Aber noch viel wichtiger als die tausend Schmetterlinge im Bauch ist das aneinander heranpirschen der beiden Hauptdarsteller in Bezug auf das alltägliche Leben. Zum Beispiel das Kennenlernen wie zuverlässig der Andere ist, Vertrauen aufzubauen, ihn morgens nach dem Aufwachen zu beobachten oder nie geahnte Techniken des Zähneputzens zu entdecken.

Für mich persönlich entscheiden die Zuverlässigkeit und das Voranschreiten des Vertrauens über den Aufbau oder schnellen Fall einer Beziehung.

In Zeiten von Handy, E-Mail oder Chats wird das schon vorhandene Verlangen den auserkorenen Liebsten regelmäßig zu kontaktieren noch zusätzlich angeheizt. Es ist zur Selbstverständlichkeit geworden, auf eine geschriebene SMS eine Antwort zu erwarten und das am besten sofort. Geschieht dies nicht, kriechen ins Gehirn, insbesondere ins Weibliche, die ersten Zweifel und Szenarien, warum der Angebetete sich denn nicht meldet.

Sollte man zwischendurch von seinem Trip herunter kommen und über seine ersten Beziehungen nachdenken, fern ab von so viel Technik, bemerkt man schnell, dass das früher sehr viel entspannter war.

Da hat man sich halt einen Tag mal nicht gesprochen oder gesehen - ja und? Das Vertrauen war trotzdem vorhanden. Doch mit der technischen Entwicklung findet auch eine Weiterentwicklung eines Selbst statt - man wird älter, muss ein paar unschöne, zwischenmenschliche Geschichten in seinen Lebenslauf packen und wird vorsichtiger.

Plötzlich reicht es aus, auf eine einzige SMS keine Antwort zu erhalten, um innerlich tausend Tode zu sterben. Dies ist meines Erachtens vor allem ein weibliches Phänomen - Männer scheinen da immer noch so gelassen zu sein wie in der Steinzeit.

Wir Frauen stellen uns Szenarien vor, die selbst Hollywood nicht besser auf die Leinwand bringen könnte. Und was kommt am Ende dabei heraus, wenn sich der Liebste mal nicht gemeldet hat? Eine simple Kleinigkeit, die überhaupt nicht zum Tragen gekommen wäre, hätten wir nicht so durchgedreht.

Aber liebe Männer, ihr kommt hier auch nicht ganz unschuldig aus der Nummer heraus. Denn ihr habt es besonders gut drauf, Dinge zu sagen, die für uns Frauen wie ein Versprechen klingen. Der Spruch: “Ich meld mich morgen!” heißt für uns, ihr meldet euch morgen - Punkt! Und wenn ihr das dann nicht macht, ist die Kacke am Dampfen!

Wieder mal eine Nacht voller Unwohl sein, die neu aufkeimende Beziehung wird in Frage gestellt und die letzten Wochen würde man am liebsten aus dem Gehirn streichen.

Reißt euch doch einfach zusammen und verzichtet auf den Spruch. Dann habt ihr einen netten Abend und wir weniger Kinofilme im Kopf.

Ein Artikel von Annette Weber

Kommentar hinzufügen 14. März 2007

Leipziger Buchmesse: theCliX.com verlost Karten

Leipzig liest wieder - jedenfalls in der Leipziger Messe. Vom 22. bis 25. März werden die Neuerscheinungen des Frühjahrs präsentiert. Auf insgesamt 4 Messehallen mit 63.000 Quadratmeter können sich die Besucher in diesem Jahr freuen.

Foto: Logo, Leipziger BuchmesseÜber 2.200 Aussteller aus über 30 Ländern sind vor Ort und stellen ihre Werke aus den Sachgebieten Belletristik und Sachbuch, Hörbuch, Kinder- und Jugendbuch, Comic, Cartoon, Rollenspiel und Fantasy sowie Bildung vor.

Die Leipziger Buchmesse ist zudem ein Treffpunkt von jungen Autoren und den alten Hasen der Branche. So werden in diesem Jahr Günter Grass, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger, Christoph Hein,Foto: Glashalle, Leipziger Buchmesse 2006 Wolf Biermann, Thomas Brussig, Ingo Schulze und viele mehr in der größten Stadt in Sachsen zu Gast sein. Aber auch Stars wie Ulrich Wickert, Desiree Nick, Otto Sander, Ben Becker, Jutta Speidel und Sarah Kuttner werden erwartet.

Die Preisverleihung, Lesungen, Signierstunden, Gespräche mit Autoren sowie ein Autoren-Special sind nur einige Highlights der Messe.

Sie haben Lust dabei zu sein und das nötige Kleingeld fehlt? Kein Problem! theCliX.com verlost 2×1 Eintrittskarte. Und das geht so:

Einfach Ihre persönliche(n) Buchempfehlung(en) (Titel, Warum das Buch gut ist…) in die Kommentare schreiben und mit ein wenig Glück die Eintrittskarten gewinnen.

Einsendeschluss ist der 18.März 2007.

Ein Artikel von Denis Kräupziger

15 Kommentare 8. März 2007

Kolumne: Ich - die Antiquität

Wenn mich jemand fragt, wie alt ich bin, muss ich oft darüber nachdenken. Ich will ja nicht lügen! Werde ich zu schnell gefragt, behaupte ich meist, dass ich 20 Jahre alt bin. Das korrigiere ich dann auf 23. Und dann fällt mir ein, dass ich schon 24 bin. 24 ½. Bald schon 25!

Ich muss gestehen, dass ich im April ein Vierteljahrhundert alt werde! Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: ein Vierteljahrhundert!Quarterlife Krise Wahrscheinlich ist also schon mehr als ein Viertel meines Lebens vorbei.

Ich fühle mich aber noch gar nicht so alt. Noch führe ich nicht einmal ein richtiges Erwachsenenleben. Ich habe keine eigene Wohnung, sondern lebe in einer WG, ich besitze kein Auto und habe noch kaum etwas von der Welt gesehen.

Immer mehr Menschen in den Zwanzigern erleben eine “Quarterlife”-Krise. Kündigt sich diese auch bei mir schon an? Ich glaube nicht. Noch nicht. Denn die Ziele, die ich mir als Teenager gesteckt habe, kann ich noch locker verwirklichen. Ich muss nur, wie ich es mir mit 14 fest vorgenommen habe, bis zu meinem 29. Geburtstag einen Doktortitel haben, verheiratet sein, einen Bestseller veröffentlichen, berühmt und reich werden und natürlich schwanger sein, weil ich keine alte Mama sein will. Aber ich habe ja noch massig Zeit. Immerhin bin ich doch erst 23! Ich meine 24. 24 ½.

Ein Artikel von Nicole Kierer

Kommentar hinzufügen 27. Februar 2007

“10 Fragen” an TV Total-Gitarrist Hanno Busch

Er zupft gerne die Saiten der Gitarren und ist seit Januar dieses Jahres das neue Mitglied der heavytones,der Showband von TV Total. Die Rede ist von Gitarrist Hanno Busch (31) aus Wuppertal, der die Nachfolge von Philip Niessen antrat.

In unserer neuen Reihe “10 Fragen” sprechen wir mit ihm über seine Vergangenheit, seine beruflichen Ziele und über den Bundesvision Songcontest.

#1# Wie kam es dazu, dass Sie Gitarre gelernt haben? Foto: Hanno Busch
Hanno Busch: Ich habe zu Hause mit der Familie viel musiziert, dann den richtigen Lehrer an der Musikschule Remscheid erwischt (Thomas Brill) und Spaß an der E-Gitarre, am Jazz und an der Popmusik bekommen. Nach dem Abitur habe ich Jazzgitarre in Hilversum und Amsterdam studiert (Hochschule der Künste Amsterdam).

#2# Sie sind Neuzugang bei den “heavytones”. Wieso haben Sie sich für diesen Schritt, Nachfolger von Philip zu werden, entschieden?
Hanno Busch: Na, ja, die Entscheidung kann man ja nicht einfach so treffen, es gab ein Vorspiel, bei dem sich mehrere Kollegen vorgestellt haben, d.h. die Entscheidung lag bei den heavytones. Ich habe das Angebot sehr gerne angenommen, weil mich die Arbeit aus folgenden Gründen interessiert: super Band, nette Kollegen, täglich neue Herausforderung, musikalische Vielfalt, hoher “handwerklicher” Anspruch, gutes, erfolgreiches Gesamtprodukt.

#3# Wie kam es überhaupt zur Zusammenarbeit zwischen Ihnen und den heavytones?
Hanno Busch: Ich kannte vorher schon ein paar Musiker aus der Band und habe dann im Laufe des letzten Jahres schon ein paar Shows gespielt, wenn Philip nicht konnte.
Das hat immer sehr viel Spaß gemacht und gut funktioniert, sodass, als fest stand, dass Philip aufhört, die Band mich zur Audition eingeladen hat.

#4# Sehen Sie Ihren Job bei TV Total als Meilenstein?
Hanno Busch: Meilenstein erscheint mir ein wenig übertrieben. Das Interessante an meinem Beruf sind die vielen unterschiedlichen Situationen (Bands, verschiedene Stilistiken, Konzert / Studio etc.), in denen man Musik machen kann. TV Total ist eine schöne Möglichkeit, als Musiker zu arbeiten und natürlich aufgrund der großen Öffentlichkeit und der hervorragenden Mitmusikanten auch eine tolle Referenz.

#5# Was wollen Sie denn beruflich noch erreichen?
Hanno Busch: So genau kann man das nicht sagen. Ich hoffe, dass es so weiter läuft wie bisher. Man weiß nie so genau, was nächstes Jahr passiert, aber dann bieten sich einem doch immer wieder neue schöne Projekte an. Ein Ziel ist sicher, langfristig auch mal etwas unter eigenem Namen zu veröffentlichen, wenn auch in kleinerem Rahmen.

#6# Wagen wir einen Blick zurück. Sie haben mit Künstlern wie Sasha und No Angels performt. Waren aber auch mit Angelo Kelly und Peter Kraus auf Tournee. Sie sind ziemlich vielseitig.
Hanno Busch: Wenn man mit und von der Musik leben will und nicht gerade selber Popstar ist, sich also als Sideman in der Szene tummelt, muss man vielseitig sein. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich mit unterschiedlichsten Stilistiken wohl fühlen kann, solange das Umfeld stimmt: netter Frontmann/ nette Frontfrau, der/ die gut singt, nette und gute Band, nettes Management, nette Crew, sodass unterm Strich ein gesundes Klima zum Musizieren herrscht. Dann machen auch die unterschiedlichsten Arten von Musik von Sasha über Peter Kraus bis hin zu Angelo Kelly großen Spaß, unabhängig davon, ob die Musik, die man da macht, auch im eigenen Plattenschrank zu finden ist.

#7# Mit welchen Stars würden Sie denn gerne einmal in der Sendung live performen?
Hanno Busch: Schwer zu sagen. Oft ist es ja so, dass man vorher gar nicht weiß, was einen erwartet. Das heißt: man kann zum Beispiel ein großes Idol treffen und total enttäuscht sein, oder umgekehrt: man begleitet jemanden, den man vorher gar nicht so wahrgenommen hat und der entpuppt sich als Spitzensänger. Mich hat beispielsweise in meiner Zeit bei “Anke Late Night”, wo wir ja ähnlich gearbeitet haben wie bei TV Total, Ronan Keating sehr überrascht. Das war großartig, mit ihm zu musizieren. Wenn ich mir jemanden wünschen dürfte, dann würde ich mich für James Taylor oder John Mayer entscheiden.

#8# Am Freitag fand der “Bundesvision Songcontest” zum dritten Mal statt. Wie finden Sie diesen Contest und dessen Umsetzung?
Hanno Busch: Ich finde die Idee eines solchen Festivals/ Contests sehr gut. Da der “offizielle” Grand Prix ja immer wieder mit seinem Image zu kämpfen hat, ist es doch eine feine Sache, ganz neu anzufangen und mit einem frischen Konzept eine alte Idee umzusetzen. 2005 habe ich das nicht so mitbekommen, 2006 und 2007 finde ich die Auswahl der Bands sehr gelungen und auch repräsentativ für das, was junge Bands in Deutschland so machen. Zur Umsetzung kann ich mir wohl kein Urteil erlauben. Ich bin Musiker, kein TV Produzent. Ich schau’s mir eben gerne an.

#9# Würden Sie gerne mal ein Lied mit Stefan Raab aufnehmen? Seien Sie mal kreativ: Wovon könnte es handeln und welche Musikrichtung könnte es sein?
Hanno Busch: Stefan Raab ist glaube ich selber kreativ genug, um immer wieder neue Songs in den unterschiedlichsten Stilistiken zu schreiben und aufzunehmen. Vielleicht ergibt es sich ja irgendwann mal, dass ich auf einer seiner Produktionen Gitarre spiele.

#10# Die ganze Welt spricht von Tokio Hotel. Was halten Sie von den vier Jungs aus Magdeburg?
Hanno Busch: Ich spüre keine Abneigung und ich falle nicht in Ohnmacht.

Vielen Dank für das Interview.

Haben Sie Wünsche für weitere Menschen, die unsere 10 Fragen beantworten sollen? Dann schreiben Sie diese sowie Ihre Meinung zum Interview mit Hanno Busch in die Kommentare…

Ein Artikel von Denis Kräupziger

1 Kommentar 12. Februar 2007

Kolumne: Ein filmreifer Zickenkrieg

Es ist schon erstaunlich welche Dinge so passieren, die für einen selbst völlig harmlos scheinen, aber einen anderen Menschen zur Weißglut bringen. Blöd wenn man diese Wut dann irgendwann zu spüren bekommt und nicht so recht weiß, was eigentlich los ist.

Ich weiß jetzt warum ich meine Männerfreundschaften so pflege und dass ihr Männer mit manchen unserer Art gar nicht klar kommen könnt…

Frauenfreundschaften sind im Allgemeinen was Schönes: Man kann sich gemeinsam “Sex and the city” oder “The L-Word” anschauen, ein Weinchen trinken und über Gott und die Welt ablästern, ohne sich sonderlich schlecht dabei zu fühlen. Es gibt Momente da weiß man einfach, dass man sich nah steht, weil man schlicht der gleichen Spezies angehört - der unerklärlichen Spezies Frau. Aber früher oder später kommt das Unvermeidliche: Der Moment in dem ein Zickenkrieg ausbricht.

Ich selbst würde mich als unkompliziert beschreiben - jetzt schreien wahrscheinlich alle Männer auf und rufen: Es gibt keine unkomplizierten Frauen! Aber Fakt ist, wenn ich einer Freundin gegenüber sitze und mich auf einmal wie ein Kerl fühle, stimmt irgendetwas nicht!

zickenkriegEs entspricht im Großem und Ganzen dem Zahnpastatuben-Klischee, was mir passiert ist. Eine einfache Kleinigkeit die nicht in den Kram passt, die für jede zweite Frau kein Grund zur Eskalation wäre, die aber dennoch zur Sprache kommt und eine filmreife Diskussion auslöst.

Man selbst sitzt dort, lächelt ein wenig in sich hinein und schlägt gedanklich seinen Kopf gegen ein passendes Möbelstück. Dann ist der Punkt erreicht in dem man erkennt: Ihr Männer habt es nicht leicht mit uns.

Ganz fatal ist es wenn das Streitobjekt ein von beiden anvisierter Mann ist - da fliegen die Fetzen! Aber was will man machen, wenn der Kerl nun mal kein Auge auf die Freundin geworfen hat, sondern auf einen selbst. Soll man ihn einer Gehirnwäsche unterziehen, damit man sich solidarisch korrekt verhält?
Natürlich sollte man die Grenzen der Freundschaft nicht zu sehr strapazieren, doch manches Mal sollte man sich doch wirklich fragen, was es Wichtigeres auf der Welt gibt.

Da lob ich mir die Männer, da gibt es meistens doch einen ausschlaggebenden Grund, damit sie sich die Köpfe einhauen. Und spätestens wenn sie schweißgebadet und mit zerrissenen T-Shirts auf dem Boden liegen, ist die Luft raus. Sie vertragen sich und gehen zusammen ein Bier trinken.

Aber vielleicht brauchen wir Frauen diesen kleinen, aber feinen Zickenkrieg - schließlich reden wir fünf Mal so viel wie Männer. Da muss man diese geballte Diskussionsfreude ja irgendwo unterbringen!

Doch wenn man als Frau mal unkompliziert ist, wird es mir von den Männern zu wenig geehrt. Denn mal ehrlich: die meisten mehr oder weniger glücklichen Paare haben eine Zicke im Boot.

Also liebe Zicken, nehmt euch ein Beispiel an den Männern, werdet relaxter, das Leben ist einfach zu schön dafür. Und ihr Männer solltet dankbar für eine unkomplizierte Frau sein. Hängt euch also nicht ständig an diese klapperdürren Plappermäuler, die euch euer Dasein zu Hölle machen.

Ein Artikel von Annette Weber

1 Kommentar 5. Februar 2007

Neues Produkt: Nun hat es sich ausgeschwitzt - MIT GEWINNSPIEL

Jeder Mensch schwitzt - mal mehr, mal weniger. Speziell nach sportlichen Hochleistungen ist Transpiration eine Folgeerscheinung. Doch hier ist man es gewohnt. Anders aber im Alltag: Wenn der Rücken oder die Füße klitsch nass sind, ist es uns sehr peinlich. Noch mehr schämt man sich, wenn trotz Duschen Schwitzflecken am Hemd zu sehen sind und man unangenehm riecht. Deos helfen hier oft wenig. Probleme im Alltag sind somit vorprogrammiert.

Doch ein neues Produkt verspricht Abhilfe.

Foto: die Produktpalette von Sweat StopSweat-Stop, so der Name des Produktes, wurde speziell von Menschen entwickelt, die an übermäßig viel Transpiration leiden.

Es besitzt einen Wirkstoff, welches den Querschnitt der Schweißdrüsen sehr verringert. Die Folge: An den aufgetragenen Stellen wird die unangenehme Schweißabsonderung unterbunden.

Ängste, das Antitranspirant könnte für die Haut schädlich sein, braucht man nicht zu haben. Das Institut “Dermatest” hat das Produkt als sehr hautfreundlich empfunden.
Des Weiteren ist es geruchsneutral. Man kann also problemlos den eigenen Duft auftragen.

Übrigens: Sweat-Stop gibt es in zwei Varianten: für Personen mit mittelmäßigen bis sehr starken Schweißausbrüchen. Das Produkt kann sowohl Mann als auch Frau nutzen und kostet 19,90 bzw. 29,90 Euro.

Für all diejenigen, die nicht das nötige Kleingeld haben, verlosen wir zwei “Sweat-Stop fort” (100ml); das Mittel bei mäßiger bis starker Transpiration.

Und so geht es: Einfach in die Kommentare schreiben, warum gerade Sie dieses Produkt gewinnen wollen. Mit etwas Glück haben Sie das Produkt in Ihrem Briefkasten.

Einsendeschluss: 22.Februar 2007

Ein Artikel von Denis Kräupziger

60 Kommentare 21. Januar 2007

Kolumne: Ungleiche Beziehungen - Das Rätsel der Partnerwahl

Es ist Samstagvormittag und Sie machen wie fast jedes Wochenende einen Bummel durch die Stadt. Vor Ihnen läuft wieder einmal ein glückliches Pärchen. Sie mustern beide aus und der erste Gedanke, der auf kommt, ist: Wie kommt so ein hässlicher Kerl an so eine attraktive Frau? - oder andersherum.

Die Partnerwahl ist ein Buch mit sieben Siegeln. Die folgenden Thesen sollen Ihnen näher bringen, warum man bestimmte Partner auswählt…

1. Zwischen Mann und Frau kann es nur dann bei einer platonischen Freundschaft bleiben, wenn von mindestens einer Seite eine optische Antipathie besteht.

Grundlage hierfür ist natürlich, dass sich beide sympathisch und voneinander angezogen fühlen. Tief im Innern ist der Mensch auf der Suche nach einem Fortpflanzungspartner. Die Optik ist dafür ein wichtiges Kriterium, auch wenn viele sagen, es kommt Ihnen auf den Charakter an. Sind die opitischen Vorstellen erfüllt, steht einer Beziehung nichts mehr im Wege, denn beide wollen kein Single mehr sein. Lehnt aber einer den anderen ab, kommt es nicht zu einem gemeinsamen Mittelweg und alles bleibt rein platonisch, trotz des besten Charakters der Welt.

2. Menschen teilen sich und ihre Mitmenschen in bestimmte Attraktivitäts-Ebenen ein.Pärchen

Tagtäglich nimmt man seine Umwelt wahr und beurteilt diese. Im Vergleich mit sich selbst, stellt man dabei fest, dass es sowohl attraktivere als auch weniger attraktive Menschen gibt. Dabei kommt es darauf an, in welcher Ebene man sich selbst einordnet. Man wird vorrangig nur in der Eigenen - oder oberhalb von ihr - nach dem Partner des Lebens suchen. Erfolg ist natürlich nicht immer sofort garantiert.

3. Hat man auf seiner eigenen Attraktivitäts-Ebene keine Chance / keinen Erfolg, so nimmt man den nächst besseren Partner.

Dieses Verhalten lässt sich in der Evolution begründen. Getreu dem Motto: Schlechte Fortpflanzung ist immer noch besser als gar keine! Wenn man auf seiner Attraktivitäts-Ebene keinen Erfolg für sich verbuchen kann, sinkt das Selbstwertgefühl. Zweifel kommen auf und man schraubt die Ansprüche herab. Sie geben sich mit Weniger zufrieden, um sich keine Gedanken machen zu müssen. Das steigert wiederum das Selbstwertgefühl immens.

4. Zeigt ein attraktives Gegenüber auf einmal Interesse an einem, so steht man dem im Allgemeinen doch eher skeptisch gegenüber.

“Übermut tut selten gut”, so heißt ein bekanntes Sprichwort. Bei Beziehungen trifft dies ebenfalls zu. Im Laufe der Zeit sammelt jeder mit dem anderen Geschlecht seine Erfahrungen. Dementsprechend kann man seinen „Marktwert“ einschätzen. Personen, deren Attraktivität man höher einschätzt, werden mit Vorsicht behandelt. Ihre Erwartungen sind meist auch viel zu hoch. Zeigt der Traumtyp aber nun Interesse, wird man skeptisch. Oft denkt man nur: „Warum sollte man gerade an mir interessiert sein? Schließlich gibt es viel Attraktivere als mich.“
Dies dient einzig und allein dem Selbstschutz. Schutz vor dem Ausnutzen und dem tiefen und bewussten Fallen in die Unattraktivität.

Wenn Sie also das nächste Mal shoppen gehen und wieder auf diese vermeintlich glücklichen Pärchen treffen, können Sie beruhigt sein und müssen nicht in Depressionen fallen. Auch für Sie ist bestimmt dieses Jahr noch jemand vorgesehen, egal aus welcher Ebene.

Ein Artikel von Tanja Noack

Kommentar hinzufügen 16. Januar 2007

Der DSDS-Kommentar: Deutschland sucht den Super-Sprücheklopfer

Eine Frage vorweg: Sucht nun Deutschland einen Superstar oder lieber eine Lachnummer? Doch erst einmal ganz von vorn…

Zum vierten Mal sucht RTL mit seiner Casting-Show “Deutschland sucht den Superstar” nun schon nach DEM “Superstar”. Insgesamt 28.597 Kandidaten kamen zu den verschiedensten Casting-Orten, um dort ihr Können (eher: Nicht-Können) unter Beweis zu stellen. Das ist ein Bewerberrekord.

Foto: Der DSDS KommentarEbenfalls ein Rekord sind wohl die Sprüche von Dieter Bohlen. Und diese ließ er bereits in der heutigen ersten Ausgabe freien lauf:

- “Deine Stimmbänder im Mülleimer - das wäre artgerechte Haltung.”
- “Was ist der Unterschied zwischen euch und einem Eimer Sch…? Der Eimer!”
- “Ihr habt ein bisschen was von einer Luftmatratze: viel Luft und nichts dahinter”
- “Von mir braucht ihr keinen Respekt durch euer Schwimmen erwarten. Denn schei…. schwimmt auch”

Harte Gangart von Bohlen? Er verteidigt seine heftigen Sprüche in der heutigen Ausgabe der BILD:
“Es geht nicht darum, kleine Mädchen zum Heulen zu bringen, sondern die aufzuwecken, die irrtümlich glauben, singen zu können.”

Interessant, interessant, Herr Bohlen! Dieter sorgt also für ein wohlklingendes Deutschland. Eigentlich wirklich eine Wohltat, wenn er es doch wirklich machen würde. So ließ er in der ersten Ausgabe einen jungen Mann namens Ashley weiter kommen, was - verständlicherweise - Streit bei der Jury auslöste. Er war zwar keine Lachnummer, die Töne traf er jedoch in den meisten Fällen nicht. Doch Ashley kam dank Bohlen weiter.
Sei es drum. Qualität war bei “DsdS”, so die Kurzform der Sendung, sowieso selten entscheidend.

Übrigens: Bohlen hat für den neuen “Superstar” auch schon einen Wunsch:
“Für mich wäre es wirklich ein Traum, wenn in der vierten Staffel der neue deutsche Superstar deutsch singen würde! Das ist einfach Zeitgeist und Chart-kompatibel.”

Gute Idee, Herr Bohlen. Wirklich! Doch nehmen Sie sich bitte nicht zu viel vor. Mir würde reichen, wenn der nächste Superstar wenigstens überhaupt gut singen könnte - und nicht nach eins, zwei Monaten wieder wortwörtlich sang- und klanglos verschwindet.

Freuen wir uns aber nun alle zusammen auf eine weitere Folge Deutschland sucht den Super-Sprücheklopfer, äh: Superstar.

Bis zum nächsten Mal!

PS: Wie finden Sie die erste Sendung von DsdS … und Dieter Bohlen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Ein Artikel von Denis Kräupziger

15 Kommentare 10. Januar 2007

Kolumne: Meine Hassliebe!

Sie ist knackig braun, obwohl sie nie ins Solarium geht. Manchmal präsentiert sie sich in edelster Verpackung, manchmal trägt sie billiges Plastik. An grauen Herbsttagen ist sie mir die liebste Freundin: meine Tafel Schokolade.

Wir kuscheln uns gemeinsam ins Bett, genießen die Wärme und weigern uns es zu verlassen. Wird es ihr zu warm unter der Decke, helfe ich ihr aus ihren Kleidern. Und dann lasse ich sie mir auf der Zunge zergehen.

Foto: SchokoladeEs ist eine Hassliebe, die uns verbindet. Ist meine Schokolade nicht da, sehne ich mich nach ihr. Ich vermisse ihren guten Geschmack, das Rascheln, wenn ich sie entkleide, ihre beruhigende Aura und ihren betörenden Duft. Ist sie jedoch da, dann kann ich mich meist nicht lange zurückhalten. Der kleine Sadist in mir dringt an die Oberfläche. Ich halte es einfach nicht, ich muss ihr einfach alle Rippen im Leib brechen. Danach mache ich mich über sie her. Ich habe sie nämlich sprichwörtlich zum Fressen gern.

Wenn ich sie mit Haut und Haar aufgegessen habe, macht sich in mir dieses schöne Glücksgefühl breit. Zufrieden kuschle ich mich in meine Decke und schalte den Fernseher an. Ich bin entspannt und glücklich und bemerke nicht, dass die Schokolade still und heimlich ihren Rachefeldzug beginnt. Sie entsendet Armeen von Fettzellen, die sich auf meinem Bauch, meinem Po und meinen Oberschenkeln verschanzen. Eine Horde von Hautunreinheiten baut ihre Pickel- und Mitesserschlösser in meinem Gesicht auf. Es wird eine Weile dauern, bis ich alle Invasoren vertrieben habe, aber sie ist es wert, die Tafel Schokolade.

Bald lockt wieder die Versuchung und ich werde es wieder tun. Ich bin nämlich eine Serientäterin!

Ein Artikel von Nicole Kierer

1 Kommentar 7. Januar 2007

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