Beiträge des Bereiches 'Specials'
Das Tourette-Syndrom (meistens kurz TS genannt) ist eine neuropsychiatrische Erkrankung. Es kann viele Symptome zeigen. Die bekanntesten sind jedoch sogennante Tics. Dies sind nur begrenzt und meist nur unter Anstrengung unterdrückbare unwillkürlich auftretende Bewegungen und Lautäußerungen.
Von den ungefähr 40.000 Betroffenen in Deutschland sind die Meisten nur sehr leicht betroffen. Doch Probleme im Alltag gibt es fast immer. Wie stark die Probleme sind, hängt von der Intensität der Erkrankung ab.
theCLiX.com nahm sich dem Thema an und hat mit einer Betroffenen exklusiv über ihre Alltagsprobleme sprechen können. Saskia (Name d. Red. bekannt) ist Mutter eines ebenfalls betroffenen 11jährigen Sohnes und leidet sehr unter ihrem TS und dessen Auswirkungen auf ihr Leben…
Tourette-Betroffene haben ja ganz verschiedene Symptome. Wie sieht es bei Ihnen aus?
Saskia:
Ich habe nur motorische Tics. Diese kann ich aber gut verstecken und habe sie gut im Griff. Es ist wohl so, dass Frauen meist nicht so ausgeprägte Symptome haben wie Männer. Ich habe leider auch Zwänge. Zwangserkrankungen sind auch oft bei TS-Patienten zu finden.
Wie stark sind Ihre Symptome ausgeprägt? Und behindern diese sehr im Leben?
Saskia:
Meine Tics behindern mein Leben nicht wirklich. Ich kann sie gut unterdrücken.
Anders ist es mit den Zwänge (Anm. d. Red.: die oft bei TS-Patienten zu finden sind). Diese wirken sich auch auf zwischenmenschliche Beziehungen aus und sind eigentlich fast immer gleich stark vorhanden.
Welche Tics haben Sie?
Saskia:
Es sind zwei Tics. Bei dem einen muss ich mit der rechten Hand zwischen den Fingern der linken Hand reiben. In einer ganz bestimmten Art und Weise. Ich muss das mit sehr viel Kraft und schnell tun, weshalb sich bei mir an diesen Stellen Hornhaut gebildet hat.
Der andere Tic ist im Halsbereich. Ich muss mit der Zunge bestimmte, unbeschreibbare Bewegungen machen. Alles mit Druck und Kraft.
Wissen Bekannte, Freunde und Familie über Ihre Krankheit bescheid?
Saskia:
Erst seit Kurzem. Es hat all die Jahre viel Kraft gekostet, irgendwelche “Ausreden” für meine Handlungen zu finden. Man wird sehr kreativ im Laufe der Zeit.
Da aber mein Sohn auch TS hat, fand ich nur fair, ihm zu sagen, dass es von mir ist. Es war für ihn eine Erleichterung zu hören, dass er nicht alleine mit seiner Erkrankung ist. Ich hatte auch Angst, er könnte mir böse sein, weil ich es ihm vererbt habe.
Auch Ihr Sohn hat also das Tourette-Syndrom. Wie kommt Ihr Sohn in der Schule klar? Wie sieht der Alltag aus?
Saskia:
Mein Sohn hatte von Anfang an große Schwierigkeiten in der Schule. Es fing damit an, dass sämtliche Eltern von anderen Kindern unserer Straße uns unter Druck setzten und teilweise bedrohten. Sie verlangten, dass unser Sohn in einer Parallelklasse eingeschult wird. Ich habe sehr darunter gelitten und hatte deswegen eine Fehlgeburt. Leider gab es Lehrer, die das TS nicht akzeptierten. Ihrer Meinung nach brauchte unser Sohn nur mehr Liebe und Zuwendung. Wenn diese Lehrer mit Extraportionen Zuwendung erfolglos blieben, versuchten sie ihn los zu werden. Es gab immer wieder Versuche von einigen Lehrern und Eltern, ihn von der Schule zu verweisen.
Und heute? Klappte es jetzt mit den Klassenkameraden?
Saskia:
Mein Sohn ist laut Aussage der Lehrer sehr beliebt in der Klasse und hat einen guten Anschluss gefunden. Er hat zwei feste Freunde und auch die Eltern der beiden nehmen meinen Sohn absolut positiv an.
Interessant ist, dass mein Sohn vor allem von deutschen Mitmenschen abgelehnt wurde. Nach unserem Umzug nach NRW war es ein türkischer Junge, der meinem Sohn als erstes Freundschaft entgegenbrachte. Dieser ist jetzt einer der zwei besten Freunde von ihm. Er wurde sogar extra wegen der Probleme meines Sohnes in die gleiche Schule und Klasse eingeschult. Dieser Junge hat dem neuen Klassenlehrer und der Klasse erklärt, wie man mit meinem Sohn “umzugehen” hat und er kümmert sich rührend um ihn.
Sie schreiben, dass sein Freund erklären musste wie man mit Ihrem Sohn umgeht. Man kann also die Tics Ihres Sohnes deutlich erkennen. Wovon hängt die Stärke dieser ab?
Saskia:
Mir ist aufgefallen, dass er, wenn er sich wohl fühlt und glücklich ist, immer bestimmte motorische Tics hat. Wenn er dagegen negative Emotionen hat oder in Gegenwart von Menschen, die ihn ablehnen, dann bekommt er sehr nervige vocale Tics. Also Schimpfwörter oder ein Tic-Lachen, das sehr laut ist.
Sie sind glücklich in einer Partnerschaft. Wann haben Sie Ihrem Freund gesagt, dass Sie TS haben?
Saskia A:
Als wir schon ein paar Monate zusammenlebten und er merkte, dass ich manchmal etwas komisch reagiere.
Und wie hat er es aufgenommen?
Saskia:
Er hat sehr gut reagiert. Er versucht es zu verstehen. Aber es ist oft problematisch.
Ein Thema ist z.B. der Geschirrspüler. Wenn mein Partner ihn einräumt, räume ich ihn jedes Mal um, weil er für mich in einer ganz bestimmten Weise eingeräumt sein muss. Mein Partner fasst das dann als Kritik auf. Er denkt, er macht mir nichts gut genug. Nur, es liegt nicht an ihm! Es ist eben meine Krankheit und die damit verbundenen Zwänge. Das ist für ihn manchmal schwer auseinander zuhalten.
Und im Berufsleben? Wie reagieren Arbeitgeber, wenn Sie die Karten auf den Tisch gelegt haben?
Saskia:
Das habe ich noch nie getan. Das ist der Punkt, an dem ich bis heute kreativ sein muss, um Ausreden für meine Andersartigkeit zu finden. Da mein Sohn seine Tics jedoch nicht so gut verbergen kann, habe ich Sorgen um seine berufliche Zukunft.
Gab es auch Situationen, wo Ihr TS hilfreich war?
Saskia:
Ich vermute mal, dass es mich so kreativ und einfühlsam machte. Mir ist sehr wichtig, andere Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Sie zu akzeptieren, auch wenn sie anders sind.
Haben Sie abschließend einen Tipp, den du an andere Betroffene weitergeben möchtest?
Saskia:
Meine Überlebensrezept: Glücklich ist, wer nie verlor, im Kampf des Lebens den Humor. Auch in den schlimmsten Situationen meines Lebens habe ich immer etwas gefunden, was mich und andere zum Lachen brachte. Und ich habe genug Humor, um auch über mich selbst zu lachen. Humor ist der Schlüssel zu unseren Mitmenschen. Nichts macht anziehender.
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Jan-David Wasem 4. Januar 2007
Nur noch wenige Stunden bis zum Jahr 2007 bleiben nun noch. Die Raketen stehen bereit, im Fernsehen läuft “Dinner for One” und in den meisten Orten ist kräftig Party angesagt.
Diesen feierlichen Moment will theCliX.com nutzen: Denn der 1.1 ist nicht nur der Beginn des neuen Jahres, sondern auch unser 6.Geburtstag.
theCliX.com will Danke für Ihre Treue und Ihr Vertrauen in das neue Konzept sagen, denn der Wechsel von Boulevard auf Alltagsportal kam bei unseren Lesern gut an. Zudem konnten wir einen Zuwachs von 50 Prozent mehr Besuchern verzeichnen. Und das macht uns stolz und gibt uns Mut, Ihnen weiterhin den Alltag mit einem Klick - wie unser Claim heißt - näher zu bringen.
Die Redaktion wünscht Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2007 und alles Gute, sodass Ihre Wünsche, Träume und Ziele in Erfüllung gehen.
Und auch theCliX.com hat Ziele für 2007, die auch gleich im Januar umgesetzt werden.
Wie gewohnt wird es auch weiterhin spannende, kuriose Storys zum Alltag geben, auch neue Trends werden beschrieben und aufgedeckt. Die beliebte Reihe “Mehr Wissen”, wo wir Alltagsproblemen auf den Grund gehen, wird natürlich weiter fortgesetzt. Und auch die Stars und Sternchen spielen weiterhin im Bereich Buntes eine Rolle.
Doch wird es ab Januar noch mehr Gewinnspiele, Kolumnen und Reihen geben. So planen wir für das kommende Jahr bestimmte Krankheiten näher unter die Lupe zu nehmen, spannende Gedichte und Geschichten zu Alltagsgefühlen zu veröffentlichen und in der Reihe “Nachgeschaut” blicken wir auf neue Highlights im TV. Das und vieles mehr auf theCliX.com.
In diesem Sinne,
freuen Sie sich mit uns auf ein neues und schönes Jahr 2007 - mit theCliX.com | Klick Dich ins Leben.
Ihr Denis Kräupziger
Chefredakteur
PS: Sie sind der Macher auf theCliX.com. Was sind Ihre Wünsche für weitere Specials, Reihen und Themen auf theCliX.com. Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge unter die Kommentare (Registrierung ist nicht nötig!)…
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Denis Kräupziger 31. Dezember 2006
Das Jahr 2006 neigt sich dem Ende entgegen. Man merkt es daran, dass wieder einmal die Böller die Schokoweihnachtsmänner in den Kaufhäusern verdrängen.
Auch dieses Jahr ging wieder schnell vorbei. Jeder hat 2006 anders wahrgenommen. Sei es das komische Wetter oder die Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land - alles hat bei uns Spuren hinterlassen. Doch auch viele Ereignisse mehr.
Jeder hat seine eigenen Geschichten und Erlebnisse zu erzählen. Und genau DIESE wollen wir wissen.
Schreiben Sie uns Ihre spannenden und kuriosen Erlebnisse 2006 in die Kommentare… (Keine Registrierung notwendig, einfach nur Name, Emailadresse eingeben)
… und gewinnen Sie mit etwas Glück 3×1 “Wörterbuch der Jugendsprache 2007″.
Was passiert, wenn Schleckrosinen auf
Schnitzel treffen? Ob rumgelöffelt wird? Sie verstehen kein Wort? Macht nichts, das “Wörterbuch der Jugendsprache 2007″ klärt auf und ist noch unzensierter und aktueller den je.
Einsendeschluss: 13 Januar 2007, die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel ist beendet. Wir bedanken uns bei Ihrer Teilnahme. Die Gewinner wurden benachrichtigt…
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Denis Kräupziger 27. Dezember 2006
Stress pur liegt hinter uns. Auf den letzten Drücker wurden die Geschenke gekauft, Plätzchen und Stolle gebacken und sich durch die Menschenmassen auf den Weihnachtsmärkten durchgedrängelt.
Doch nun heißt es entspannen. Heute haben wir Heilig Abend und es ist Zeit, die nächsten drei Tage etwas ruhiger angehen zu lassen. Das haben wir uns verdient. Einfach mit der Familie gemeinsam feiern, essen und Spaß haben.
theCliX.com wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und besinnliche Weihnachtsfeiertage…
… Und um sie so richtig auf das Fest der Liebe und Familie einzustimmen, haben wir für Sie ein paar (lustige, unterhaltsame, …) Videos ausfindig gemacht:
1. Kleine Mädels singen schöne Weihnachtslieder und schwingen ihr Tanzbein.
2. Schon mal auf einen Weihnachtsbaum gesprungen? Klingt unvorstellbar? Für einen Jungen anscheinend nicht…
3. Nicht mehr auf Weihnachten eingestimmt werden, müssen sicherlich diese Mädels. Einfach nur süß…
4. Christmas rockt! Das ist vermutlich das Motto dieses Ausnahmekünstlers. Er beherrscht die Gitarre wie der Weihnachtsmann seine Rentiere.
Haben Sie noch weitere geniale Weihnachtsvideos? Dann schreiben Sie Ihre Vorschläge bei uns in die Kommentare. Wenn Sie gut sind, werden Sie in diesem Artikel noch verlinkt…
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Denis Kräupziger 24. Dezember 2006
Irgendwann im Leben eines jungen Menschen geht es los: die Entdeckung seiner sexuellen Attraktivität. Es beginnt meist auf den ersten mehr oder weniger beaufsichtigten Partys mit den Klassenkameraden. Es wird eng umschlugen und außerhalb jedes Taktgefühls mit einander getanzt, Wahrheit oder Pflicht-Spielchen aus dem Ärmel gezogen und wenn man ganz mutig und wenig romantisch ist, holt man sich dabei seinen ersten Zungenkuss ab.
Hat man Glück, dann merkt der dazu auserkorene Schwarm wie toll man ihn findet und entscheidet sich für eine “Beziehung”. Zum ersten Mal werden intensivere Verbindungen geknüpft, die einen Teenager bald zum - in der Bravo ausführlich beschriebenen - Petting führen. Bis zum ersten Mal ist es noch ein wenig hin - zumindest war das noch bei mir so. Heutzutage scheinen mir die jungen Dinger irgendwie Torschlusspanik zu haben und gleich das volle Programm durchzuziehen. Aber gut…
Früher oder später passiert es dann doch bei jedem irgendwie. Ob grauenvoll, super romantisch, schmerzvoll oder einfach mit viel Alkohol im Blut - man wird offiziell in die Riege der Erwachsenen eingeführt und unterscheidet sich abgesehen von unendlich vielen Pickeln im Gesicht nicht wirklich von diesen reifen Besserwissern. Nachdem diese Hürde überstanden ist und man eventuell auch gleich Gefallen daran findet, vollzieht sich das Sexualleben bald von selbst. Petting ist nicht mehr interessant, denn man weiß ja was am Ende dabei herumkommt. Wenn man nun das Glück hat seine erste große Liebe zu finden, kommt man in den Genuss, das neu gewonnene Gut auszukosten. Plötzlich merkt man, da geht ja noch mehr als Blümchensex. Das eine oder andere wird ausprobiert, man lernt über das, doch recht intime Thema “Sex”, offen zu sprechen und vergleicht seine Erfahrungen mit der besten Freundin beim Kaffeekränzchen.
Andere finden nicht gleich das große Glück, sondern machen ihre Erfahrungen in dem sie von einer Affäre in die Nächste stolpern. Am Ende kommt aber das Gleiche dabei raus: man macht viele unterschiedliche Erfahrungen, ob mit einem oder mit verschiedenen Partnern
Irgendwann im jungen Erwachsenendasein, nach ein paar mehr oder weniger peinlichen oder lustigen, sexuellen Erlebnissen, fragt man sich: Wann weiß ich eigentlich das ich gut im Bett bin? Besonders wir Frauen kämen nie auf die Idee nach ein paar heißen Stunden zu fragen: “Na Schatz, wie war ich?” Manche Männer trauen sich das ja tatsächlich - aber gut, das ist mir zum Glück noch nie passiert!
Man kann noch so offen mit dem Thema Sex umgehen, aber so etwas erscheint einem unpassend. Trotzdem möchte man doch gern wissen, wo man hingehört - typisches Schubladendenken eben. Umso schöner wenn man das mal ganz unverhofft einfach ins Gesicht gesagt bekommt: “Du bist eine Bombe im Bett!” Ich kann mir jetzt was drauf einbilden oder an der geistigen Zurechnungsfähigkeit meiner ehemaligen Affäre zweifeln. Ich habe mich dazu entschieden, es dankend anzunehmen, davon auszugehen, dass der Sex mit jedem anderen Partner immer wieder unterschiedlich sein wird und dass es letztendlich doch auf das Gesamtpaket ankommt. Aber zumindest weiß ich nun, dass ich keine Vollniete bin, ist doch schon mal etwas…
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Annette Weber 17. Dezember 2006
Heiß, heißer, Hot Carwash Kalender. Auch für 2007 gibt es wieder den sexy Kalender der Otto Christ AG. Und bei uns können Sie ihn gewinnen…

Der “Hot Car Wash Kalender 2007″ ist noch heißer und freizügiger als sein Vorgänger. Er zeigt Mädels auf Autos, ganz nackt, in Hotpants, in einer Autowaschanlage und und und. Monat für Monat werden hier Männerträume wahr. Abgelichtet wurden die sexy Posen vom Fotografen Mark Goldberg.
Einen Haken hat der Kalender allerdings: Er wird ausschließlich an Christ Kunden, Händler und Freunde des Hauses verteilt. Man(n) kann ihn also nicht im Handel kaufen.
Doch theCliX.com macht Ihnen bereits vor Weihnachten eine süße Bescherung. Wir verlosen 2×1 Hot Car Wash Kalender 2007!
Was tun? Ganz einfach! Einfach einen Kommentar schreiben (Sie müssen sich dafür nicht registrieren!). Dort tragen Sie ein, warum Sie unbedingt den Kalender haben wollen. Einsendeschluss: 27.12.2006. Der Gewinner wird anschließend per Email benachrichtigt.
HINWEIS: Die Gewinner wurden gezogen und benachrichtigt. Wir danken Ihnen für Ihre zahlreiche Teilnahme.
Einige Bilder aus dem Hot Car Wash Kalender 2007 …


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Denis Kräupziger 10. Dezember 2006
Es ist schon seltsam wie klein sich viele Menschen machen. Gut, wir neigen sowieso dazu. Doch ein Erlebnis heute morgen verursachte Stirnrunzeln und ein Lachanfall zugleich. Denn so einfach ist man(n) ein Handy…
Heute früh: Zwei Kollegen von mir saßen sich in der Redaktion gegenüber. Dann passierte was man allzu oft im Alltag erlebt: ein Handy klingelte. Und dann kam der legendäre Satz: „Stopp, ich klingele“. „Wie? Du klingelst?“, fragte ich mich schmunzelnd. Natürlich wusste ich, dass der nette Kollege dem anderen nur darauf hinweisen wollte, dass er nicht extra sein Handy rausholen müsse. Nett, aber komisch ist es trotzdem!
Die Deutschen neigen sowieso dazu, sich selbst zu Gegenständen zu machen. Im Alltag gibt es zig Beispiele dafür:
Das Auto von Herr Mayer steht an einer Laterne. Dann die Frage eines Freundes: Wo hast du denn geparkt? Die Antwort: „Ich stehe an der Laterne“. So, so. Man(n) steht an der Laterne. Zum Austreten oder wie?
Oder auch im Krankenhaus wird der Patient und dessen Krankheit schnell zum Gegenstand gemacht. So hört man oft: „Die Leber liegt auf Zimmer 5“. Urkomische Vorstellung bei der Tatsache, dass eine Leber in einem Zimmer so alleine herumliegt – Wahnsinn!
Und auch der Baumarkt ist oft Bühne dieser ungewollten Komik: Ein Kunde möchte gerne eine Beratung haben und trifft jedoch auf den falschen Angestellten. Dieser verweist dann direkt weiter: „Ich bin Werkzeuge, mein Kollege ist Holz“.
Und, und, und. Menschen machen sich eben nun mal gerne zu Gegenständen – nur den Meisten fällt es nicht auf.
In diesem Sinne: Entschuldigung, ich muss weg, ich klingele…
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Denis Kräupziger 29. November 2006
Mal ehrlich, es gab selten Männern bei denen ich auf Anhieb das Gefühl hatte, ich könnte so sein wie ich wirklich bin. Chaotisch, ein Tollpatsch, betrunken, im Jogging-Anzug oder einfach mal still am Telefon. Aber in Wirklichkeit ist es doch so: Wenn uns Frauen ein Kerl begegnet, den wir auf der Stelle in unsere Höhle schleifen würden, sind wir dann noch so, wie an unseren typischen Single-Sonntagen? Wohl kaum.
Es sind diese Moment, in denen uns ein Kerl anruft, obwohl er gar nicht weiß warum, zumindest sagt uns das sein Verhalten. Denn anstatt uns die Ohren heiß zu reden, wie wir es tun würden, wenn wir irgendwo anrufen, herrscht schnelles Schweigen am anderen Ende der Leitung. Ich verstehe das bis heute nicht ganz, aber wir Frauen glauben sofort diese Lücke füllen zu müssen und fühlen uns verantwortlich. Wir quatschen also die Spezies von Mann zu, um uns nach dem Telefonat zu fragen: Warum hat der Kerl uns eigentlich angerufen? Warum halten wir nicht auch den Mund und lassen ihn im Regen stehen?
Dann sind da noch die auf Pulsfrequenz 160 ausgeführten Putzanfälle, die wir bereits 2 Tage vor unserem Date betreiben, damit der Angebetete auch ja einen guten Eindruck von uns erhält. In dieser Form habe ich das nie von einen meiner männlichen Freunde mitbekommen. Und es ist umso enttäuschender, wenn das Date mal wieder kurz vor Beginn abgesagt wird. Dann doch lieber ne chaotische Wohnung und ein Date, als allein auf der blitze blank geputzten Couch, auf der man sich wie eine alte Ehefrau vorkommt, deren Mann mal wieder auf Geschäftsreise gefahren ist – mit seiner Sekretärin selbstverständlich.
Wir puschen uns auf, kramen unseren Malkasten raus, benutzen das beste Parfüm, rasieren uns die Beine, zupfen gegebenenfalls die Augenbraun, obwohl wir das hassen, legen nach dem Make-up noch Puder auf, weil wir das in einer der vielen Frauenzeitschriften gelesen haben und unseren Teint besonders geschmeidig macht.
Und wofür das alles? Um nach 5 Stunden mit seinem Date rumzuknutschen und das ganze Kunstwerk wieder zu zerstören. Gesetz dem Fall, der Kerl bleibt bei uns, wird er uns früher oder später eh nach dem Aufwachen sehen. Da wäre es doch viel entspannter in seinen Lieblingsklamotten gemütlich bei einem Bier zu sitzen, nicht alle fünf Minuten auf Toilette zu rennen und seinen Anblick zu checken, sondern zu sagen: I am what I am. Nimm mich so wie ich bin. Ob angeheitert oder ein wenig chaotisch beides ist doch im Grunde genommen ganz süß ist, oder?
Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage - und ich bin dafür! Für weniger Silhouette, mehr Weiblichkeit und Stolz, darauf dass wir nicht perfekt sind. Und da draußen wird es sicherlich einen Herzensbrecher geben, der das ganz genauso sieht.
Ein Artikel von
Annette Weber 27. November 2006
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